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Denk dich gesund! Teil 2: Praxis

von Michael Schimpke (Kommentare: 1)

Denk dich gesund - Teil 2
Drei Schlüsselübungen für mehr Gesundheit

In Teil 1 hatten wir das Kohärenzgefühl von Aaron Antonovsky besprochen. Hochkohärente Menschen haben eine verstärkte Resistenz gegen Stress und bleiben gesünder. Sie sind flexibler, optimistischer und halten auch in kritischen Situationen ihren Kurs. Gleichzeitig fühlen sie sich inspiriert, weil sie vom Sinn ihrer Handlungen überzeugt sind.
Kohärenz ist so etwas wie die seelische Voraussetzung für mehr Gesundheit.
In Teil 2 stelle ich drei wirksame Übungen aus dem NLP für mehr Kohärenz und damit für mehr Gesundheit vor.

Was kann NLP zur Gesundheit beitragen?
Neurolinguistisches Programmieren, kurz NLP, ist in seinem ursprünglichen Sinn weder Psychotherapie noch Motivationstechnik.
NLP ist vielmehr eine Methode, mit der die Strategien von genialen Menschen nachgeahmt und modelliert werden. Dies begann in den frühen siebziger Jahren damit, dass die NLP-Gründer Bandler und Grinder einigen Meistertherapeuten bei der Arbeit zusahen, deren Körpersprache untersuchten, Videos studierten und Sprachmuster analysierten. So wurde ein Extrakt gefunden aus der Hypnotherapie von Milton Erickson, der Familientherapie von Virginia Satir und der Gestalttherapie von Fritz Perls. Obwohl es sich hier um recht unterschiedliche Therapierichtungen handelte, waren die Verhaltensweisen der drei Startherapeuten und das, was sie über ihre Klienten dachten, sehr ähnlich. Alle drei konnten mühelos Rapport zu ihren Klienten aufbauen, zielgerichtete Fragen stellen und sahen in den Menschen, die zu ihnen kamen, keine Kranken, sondern Individuen voller Ressourcen.

Es lassen sich aber auch die Fähigkeiten von ganz normalen Zeitgenossen modellieren: die Fähigkeit meiner Schwester, eine Fremdsprache zu erlernen, das Verkaufstalent eines Freundes, die Gabe des Trainers aus dem örtlichen Sportverein, auf Menschen einzugehen.
Alle diese Fähigkeiten bestehen aus kleineren Teilschritten, die nachvollziehbar sind.

Kehren wir zum Thema Gesundheit zurück. Mein Ansatz besteht nun darin, die Strategien gesunder Menschen zu modellieren. Mental kohärente Personen verfügen über Denkmuster und Einstellungen, welche sich mit NLP-Methoden trainieren lassen. Während die Ausführungen von Antonovsky bei einer Beschreibung gesunder Menschen stehenbleiben, wollen wir an dieser Stelle einige Anregungen zur Gesunderhaltung vorstellen. Wir schlagen also die Brücke von der Theorie zur Praxis.


Coaching-Übungen zur mentalen Kohärenz
Kohärenz setzt sich zusammen aus Verstehbarkeit, Machbarkeit und Bedeutsamkeit.

 

Verstehbarkeit
Richten wir den Blick zunächst auf Verstehbarkeit.
Wenn ein Anfänger NLP erlernt, wird er sehr viele Übungen zur Wahrnehmung der Körpersprache kennenlernen. Der NLP-Coach sollte beispielsweise rasch erkennen können, wie es seinem Klienten geht und wie dessen innere Vorstellungswelt beschaffen ist. Stellt sich der Klient gerade ein Phantasiebild vor, spricht er in Gedanken zu sich selbst, hängt er bestimmten Gefühlen nach?
Diese Fragen lassen sich mit Hilfe von NLP-Techniken recht schnell beantworten.
Und so gibt es für den NLP-Neuling haufenweise Ahaerlebnisse: Der Ehegatte ist ein visueller Typ, die Arbeitskollegin dagegen ist auditiv und leidet unter ihrer selbstkritischen inneren Stimme. Das Erlernen von NLP fördert also die Verständlichkeit der Welt, eigene und fremde Verhaltensmuster werden deutlicher und transparenter, Kommunikationsstrukturen werden aufgedeckt.
Hilfreich ist auch eine Grundeinstellung von Neugier und Lernfreude - und das ist ebenfalls typisch im NLP. Wer neugierig ist, geht mit offenen Augen durch die Welt und entdeckt ständig etwas Neues. Er nimmt Informationen auf, lernt dazu und dadurch bleibt das Leben spannend.
Selbst aus schmerzvollen Erlebnissen lässt sich etwas lernen. Sie sind oft mit persönlichen Reifungserfahrungen verbunden. Symptome, wegen denen Klienten Hilfe suchen, haben oft einen sekundären Gewinn (z.B. können Prüfungsängste verhindern, dass ich mein Studium abschließe und dann auf eigenen Beinen stehen „muss”). Oft haben die Klienten überwältigende Einsichten in Bezug auf sich selbst in den Coachingsitzungen.

Und jetzt zur Übung zum Ausprobieren!


Übung zur Verstehbarkeit
1. Gehe auf eine mentale Reise in die Vergangenheit. Wenn du NLP-Erfahrung hast, lege deine Timeline aus.

2. Finde in deiner Vergangenheit vier wichtige Lernerfahrungen. Das können Erfahrungen und Erlebnisse sein, durch die du zu neuen Erkenntnissen gelangt bist - so als hätte sich eine Tür zu einer neuen Ebene geöffnet.
(Beispiele: das erste Mal Ski gefahren, die erste Liebe, Führerscheinprüfung, Ablösung vom Elternhaus, Erfolgserlebnisse in Ausbildung und Beruf, eine leitende Position übernommen, Mutter bzw. Vater geworden usw.)

3. Stelle dir jetzt vor, diese vier Lernerfahrungen noch einmal zu erleben.
Was ist das gemeinsame an diesen Erfahrungen? Vielleicht findest du ein Symbol dafür oder eine Metapher.

4. Gehe ein Stück weit in die Zukunft und stelle dir den Prozess des immer tiefer werdenden Verstehens vor. Denke an einen konkreten nächsten Lernschritt in deinem Leben. Wie kannst du die Erkenntnisse aus der Vergangenheit auf die Zukunft übertragen? Was wird dir den nächsten Entwicklungsschritt erleichtern? Stelle dir diesen Prozess in "Bild und Ton" und bitte auch mit der entsprechenden Körerempfindung vor.
Komme anschließend zurück in die Gegenwart.

Der Effekt dieser Übung: Das Verständnis für Zusammenhänge wächst und gleichzeitig wird uns bewusst, wenn wir etwas verstehen. Wir erhalten mehr Klarheit über unser Leben und das Leben im Allgemeinen.

 

Coaching-Beispiel
Im Beispiel lernen wir dieses Mal eine neue Musterklientin kennen, Susanne Dauer, 45, Mutter von 2 Kindern, freiberuflich in der Erwachsenenbildung tätig.
Susanne fühlt sich häufig gestresst, hat die Doppelbelastung von Familie und Beruf und ist zusätzlich durch die Herausforderungen einer selbstständigen Existenz belastet ("Ich arbeite selbst und ständig"). Sie kommt kaum noch zum Sport, hat zu ihrem Leidwesen einige Kilo zugenommen und schläft in letzter Zeit sehr unruhig. Bei einem NLP-Seminar will sie etwas für ihre Entspannung tun. Dabei macht sie als Coachee die beschriebene Übung zur Verstehbarkeit. Es dauert eine Weile, bis sie vier wichtige Lernerfahrungen zusammengestellt hat. Diese Erfahrungen liegen zwischen ihrem jungen Erwachsenenalter und der Gegenwart. Eine Gemeinsamkeit fällt ihr auf: Bei all diesen Erfahrungen hat sie ihre Komfortzone verlassen und etwas Neues gewagt. Sie hat diesen Prozess als kontinuierliches Wachstum verstanden. Als gemeinsames Symbol für diese unterschiedlichen Lernerfahrungen erscheint vor ihrem geistigen Auge das Bild eines Baums (Eine beliebte Metapher in Meditationsübungen). Bei einem Ausflug auf ihrer Timeline überlegt Susanne, wann in ihrem Leben der nächste Wachstumschub ansteht. Sie hat dabei eine überraschende Eingebung. Dieses Mal ist es nicht der nächste Step auf der Karriereleiter oder ein neues, aufregendes Projekt sondern die Idee, sich eine Auszeit zu nehmen. Sie meldet sich zu einer Achtsamkeitswoche in einem Kloster an.

 

Machbarkeit
Ein weiteres Element von Kohärenz ist die Machbarkeit.
Ein Mensch, der glaubt, sein Leben meistern zu können, ist ein proaktiver Mensch, ein Macher. Er wartet nicht auf Dinge, die ihm widerfahren, er handelt. Dieser Mensch hat in der Regel dynamische Glaubenssätze über sein Leben verinnerlicht.
Beispiele:”Ich schaffe es.” „Schwierigkeiten spornen mich an.”

Überspitzt formuliert: Die augenblickliche Situation eines Menschen ist die Summe all seiner Glaubenssätze. Wie ließe es sich anders erklären, dass sich Menschen in ein und derselben Situation vollkommen unterschiedlich verhalten, völlig unterschiedliche Wahrnehmungen und Bewertungen haben und die Situation natürlich dementsprechend beeinflussen?
Wenn nun ein Klient mit negativen, selbstkritischen Glaubenssätzen ins Coaching kommt, liefert NLP diverse Methoden, um diese Glaubenssätze zu entkräften und in positive Beliefs umzuwandeln. Ein Glaubenssatz kann als innere Stimme wahrgenommen werden oder als visuelle Vorstellung existieren. Beides existiert nur in der Phantasie, hat aber trotzdem starke Auswirkungen in der realen Welt. Wenn ich meine inneren Vorstellungen ändere, trete ich auch in der "rauhen Wirklichkeit" anders auf.
Oft kann der Macher sich seine Ziele präzise vorstellen - so als sähe er einen Film vor sich inklusive Dolby-Surround-Sound mit Geruchs- und Geschmackserlebnissen sowie einem starken Gefühl. NLP trainiert diese innere Vorstellungswelt, die oft seit dem Kindesalter brach liegt. Mit visualisierten Zielen werden Motivation, Aufmerksamkeit für Gelegenheiten und Handlungsenergie deutlich größer.


Übung zur Machbarkeit
1. Vielleicht gibt es in deinem Leben Situationen, in denen du unmotiviert bist. Stelle dir eine solche Situation bildhaft vor. Wie ist eine Körperspannung? Wie nimmst du deine Atmung wahr?

2. Jetzt konstruiere ein zweites Bild, in dem du dich selber siehst, wie du in der gleichen Situation hochmotiviert bist. Wie sieht diese Person von außen aus? Wie ist die Körperhaltung?

3. Stelle dir jetzt beide Bilder, das unmotivierte und das hochmotivierte Bild nebeneinander vor. So, als würden zwei Flachbildschirme nebeneinander schweben.
Lasse jetzt das unmotivierte Bild rasch zur Seite entschwinden. Übrig bleibt nur das positive, hochmotivierte Bild. Bringe das hochmotivierte Bild in den Fokus deines Blickfelds - gut erkennbar und in kräftigen Farben.

4. Wiederhole die Schritte 1-3 drei Mal hintereinander.

Diese kleine Übung kannst du regelmäßig praktizieren, um dich in einen motivierten Zustand zu bringen. Sie ist auch keinesfalls banal, sondern erfordert eine ordentliche Portion an Selbstreflexion.
Mit der Zeit wird sich die Übung mehr und mehr verselbständigen. Vielleicht spürst du auch einen übergreifenden Effekt bei der Bewertung von alltäglichen Aufgaben.
Dinge, die dir vorher auf die Nerven gegangen sind und die du deswegen vermieden hast, werden leichter und du gehst sie proaktiv an.

 

Coaching-Beispiel
Im Leben unserer Musterklientin Susanne geht es weiter. Das Achtsamkeitstraining im Kloster hat ihr gut getan. Dabei war die Challenge dort noch größer als erwartet: Das Seminar fand schweigend statt. Eine Woche lang nicht reden, auch nicht lesen und nicht fernsehen, kein Handy, kein WhatsApp! Stattdessen die pure Konfrontation mit sich selbst. Der erstaunliche Effekt für Susanne: Sie hat ihren Körper und dessen Bedürfnisse wieder intensiv gespürt und wahrgenommen und vor allem - ernstgenommen.
Jetzt möchte sie wieder gerne zum Sport gehen, aber etwas scheint sie abzuhalten. Beim NLP-Coaching entdeckt sie, dass sie sich selbst ein Bein stellt. Jedes Mal, wenn sie Sport treiben möchte, taucht ein zunächst unbewusstes Bild in ihr auf. Auf dem Bild sieht sie sich selbst, gestresst am Schreibtisch, es ist viel zu tun, sie ist atemlos und schaut auf die Uhr: Der Fitnesskurs, zu dem sie angemeldet ist, beginnt in einer halben Stunde. Nein, sagt sie sich, dieses Mal geht es nicht. Stattdessen hängt sie noch zwei Stunden Schreibtischarbeit dran und fühlt sich zunehmend frustriert.
Gemeinsam mit ihrem Coach entwickelt Susanne ein neues, attraktives Zielbild. Sie sieht sich selbst beim Kurs im Fitnessstudio, lässt sich von der Musik dort mitreissen und hat viel Spaß an der Bewegung. Dieses Bild übt sie immer wieder und bemerkt, dass es ihr viel leichter fällt, tatsächlich zum Sport zu gehen und sich darauf zu freuen.
Durch diese Übung fällt es ihr viel leichter, tatsächlich zum Sport zu gehen und diesen Termin mit selbst zu genießen.
Mit der Zeit setzt Susanne für sich neue Prioritäten.

 

Bedeutsamkeit
Das letzte und vielleicht wichtigste Element von Kohärenz ist die Bedeutsamkeit. Damit schneiden wir die Frage nach dem Sinn unserer Existenz an. Das ist natürlich keine Kleinigkeit. Philosophen, Theologen und auch Psychotherapeuten wie Viktor Frankl haben die Sinnfrage in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen gestellt.

Menschen, die in ihrem Leben keinen Sinn entdecken können, geraten oft in Gefahr, bestimmte Symptome zu entwickeln: Sie flüchten sich in Depressionen, Süchte und Abhängigkeiten, Ängste und Zynismus. Sie sind zum Teil von inneren Konflikten zerrissen.
Darunter leiden Privat- und Berufsleben und natürlich auch die Gesundheit.

Umgekehrt geht es Menschen, die das Leben für sinnerfüllt halten, wesentlich besser - selbst wenn äußere Umstände dagegen sprechen. In Befragungen von hochbetagten Personen stellte sich heraus, dass diese immer wieder über einige übergeordnete Ziele und Themen sprachen, die ihrem Leben Orientierung und Zusammenhang gaben.
Was ist nun unter dem persönlichen Lebenssinn zu verstehen? Die Diskussion darüber füllt ganz Bibliotheken, die Antwort darauf ist selbstverständlich vollkommen individuell.

An dieser Stelle einige Arbeitsvorschläge für die Coaching-Praxis:

Sinn bedeutet für viele Menschen die Zugehörigkeit zu einem System oder einer Gruppe wie etwa der eigenen Familie. Sinn kann sich auch einstellen, wenn ich von einer persönlichen Mission überzeugt bin, wenn ich in meinem Leben einige fundamentale Aufgaben zu erfüllen versuche. Sinn kann auch der Glaube an ein höheres Wesen oder an ein Leben nach dem Tode sein. Oft klären sich Sinnfragen, wenn ich mir meine eigenen Wertvorstellungen bewusst mache, wenn ich meine eigenen höchsten Werte kennen und versuche, diesen Werten entsprechend zu leben. Gibt es einen Konflikt zwischen meinen Werten und meinen Handlungen, so sollte ich versuchen, diesen Konflikt zu lösen - denn wenn ich einen Lebensweg gehe, hinter dem ich nicht mit dem Herzen stehe, kann dieser nur in einer Sackgasse enden.

 

Übung zur Bedeutsamkeit
Diese Übung bezieht sich auf das Berufsleben. Wenn man nicht berufstätig ist, kann man auch über die Tätigkeiten in der Familie, über ein Ehrenamt oder über Hobbies reflektieren.

1. Notiere, was für dich wichtig ist. Erstelle daraus eine Liste deiner wichtigsten Werte.

2. Mache daraus ein Ranking. Auch wenn das oft nicht einfach erscheint: Was ist der wichtigste persönliche Wert in deinem Leben?

3. Erstelle jetzt eine Liste von beruflichen Tätigkeiten, die dir Freude bereiten. Das sind oft Tätigkeiten, in denen wir aufgehen und die Zeit vergessen. Dieser Zustand ist auch als "Flow" bekannt.

4. Formuliere eine Aussage, einen kurzen und prägnanten Satz. Diese Aussage sollte sich auf dich und dein Leben beziehen. In der Aussage sollte dein wichtigster Wert und eine Lieblingstätigkeit vorkommen. Die Aussage sollte proaktiv sein und dich inspirieren.
Beispiele für Sinnaussagen:
"Ich gestalte kreative Prozesse."
"Ich entwickle Strategien und setze diese zuverlässig um."
"Ich helfe Menschen indem ich ihnen den Zugang zu ihren Ressourcen zeige."

Beim Aussprechen der Sinnausage entsteht oft ein Gefühl wie "That's it!"

Praktischer Tipp:
Nutze eine großes Blatt Papier oder noch besser einen Flip-Chart. Notiere stichwortartig deine Ideen und Formulierungen auf diesem Blatt. Versuche jetzt, eine passende Formulierung zu finden. Es ist normal, wenn man dazu mehrere Versuche benötigt und zunächst mal zu einem ersten Versuch kommt. Lass das Blatt dann sichtbar für dich hängen oder liegen und schauf am folgenden Tag noch einmal darauf. Welche neuen Ideen kommen dir jetzt? Oft ergibt sich mit einigem zeitlichen Abstand die Eingebung zu einer "runderen" Formulierung.

Es versteht sich natürlich von selbst, dass alle diese Übungen, vor allem die letzte, wesentlich effektiver unter Anleitung eines Coachs sind.


Coaching-Beispiel
Susanne Dauer hatte in der letzten Zeit ihren inneren Kompass verloren. Sie leitet "auf Zuruf" Seminare für Bildungsträger, will aber gerne für sich klären, was ihr tatsächlich am Herzen liegt.
Im Coaching reflektiert sie über ihre wichtigsten Werte. Bei den Top 3 kristallisiert sich heraus, dass ihr Kreativität, Authentizität und Harmonie besonders wichtig sind.
Danach wird Susanne von ihrem Coach gefragt, bei welchen Tätigkeiten sie vollkommen im Hier und Jetzt aufgeht. Nach einigem Überlegen findet sie die Antwort:
Ihre Lieblingstätigkeiten im Beruf sind erklären, anleiten und recherchieren. Das klingt vielleicht recht unspektakulär, aber es ist Suannes ganz persönliches Flowerleben.

(Menschen erleben sehr unterschiedliche Flowzustände: handwerkliche Arbeit, eine wissenschaftliche Abhandlung schreiben, Musizieren, die Beschäftigung mit den Enkelkindern und für einen Chirurgen zum Beispiel auch eine Operation...)

Bei einer Sinnaussage sollte man sich auf das Wesentliche fokussieren. Nach längerem Suchen findet Susanne folgende Formulierung:
"Ich zeige Menschen kreative Wege, um sich selbst zu finden."
Susanne spürt, dass ihr diese Aussage eine Menge Kraft und Energie gibt. Tatsächlich ist diese Sinnaussage als Mission-Statement sogar für ihre Website einsetzbar.
In ihrer täglichen Arbeit achtet Susanne in Zukunft darauf, ob Aufträge, die sie annimmt, ihrer neu gefundenen Sinnaussage auch entsprechen. Sie hat für sich gelernt, dass man als Freiberuflerin nicht jeden Auftrag annehmen muss. Die Sinnaussage hat also für unsere Musterklientin eine ganz pragmatische Bedeutung, sie ist hilfreich bei wichtigen Entscheidungen.


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Es gibt inzwischen zahlreiche Belege dafür, dass Gesundheit im Kopf beginnt. Eine wichtige Variable ist die mentale Kohärenz: Leitlinie, Orientierung und Zusammenhalt.
Kohärenz lässt sich beeinflussen und steigern, zum Beispiel durch die hier beschriebenen Übungen. Ist die Kohärenz erst einmal gestärkt, fallen auch viele konkrete Verhaltensweisen leichter wie eine bewusste Ernährung, ausreichende Bewegung und ein anderer Kommunikationsstil.

Mit den pragmatischen Techniken aus dem NLP kann man Kohärenz im Coaching erfahren, erleben und stärken.

 

 

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Kommentar von Ricarda |

Super geschrieben - werde die Übungen durchführen und bin gespannt was rauskommt